ADCC Worldchampionships in Barcelona 2009

2009-10-27 23:42 von Redaktion

A report in german language about ADCC 2009 in Spain

Bericht ADCC 2009 Barcelona

Am 25.09.2009 machten wir uns auf den Weg zum ADCC Finale nach Barcelona. Flug, Hotel und Mietwagen waren bereits Anfang diesen Jahres gebucht und die Tickets sobald Sie verfügbar waren im OnlineShop (2 Tickets 170,- EUR).

Die Mietwagengesellschaft haben wir am Flughafen recht flott gefunden. Jedoch hatten wir einige Probleme trotz Navi das Hotel zu finden. Dumm wenn einem erst später auffällt dass es einen Unterschied zwischen Carrer (Platz) und Avenue (Straße) gibt.  Der Unterschied kostete uns eine Std. und 8 Kilometer, hat uns aber die Erkenntnis gebracht, dass es nach wie vor schwierig ist in Spanien jemanden zu finden der Englisch oder Deutsch spricht. Gebrochenes Spanisch und Hände und Füße halfen auch halbwegs…

Den Wagen abgestellt , jetzt wissen wir, warum in Barca so viele Motorräder und Motorroller unterwegs waren, Parkplätze gab es so gut wie gar nicht und für das abstellen im Hotelparkhaus wurden knapp 70,- EUR fällig, und im Hotel eingecheckt machten wir uns auf den Weg Barcelona im Umkreis des Hotels zu erkunden. Da gab es schon ein paar schöne Flecken. 

Am nächsten Morgen dann ab zum Stadion nach Badalona, ca. 8 Km vom Hotel und zentrumsfern konnte man hier tatsächlich noch freie Parkplätze finden. Eine halbe Std. vor Beginn saßen wir dann in der Nähe vom Stadion in einem kleinen Cafe um zu frühstücken. In der Vermutung, dass so ein Event sowieso nicht pünktlich beginnt ließen wir uns dafür etwas mehr Zeit um dann festzustellen, dass überpünktlich begonnen wurde und die ersten 3 Kämpfe schon gelaufen waren. Ärgerlich, aber wir haben trotzdem über den Tag super Kämpfe gesehen. Ich habe selten ein Turnier erlebt, dass so gut durchorganisiert war. 3 Kampfflächen und ab dafür. In der ersten Reihe waren überall noch Plätze frei. Das Stadion war alles andere als ausgebucht. In den kurzen Pausen konnte man sich am ACAI – Stand stärken, an dem das ACAI eimerweise rausgehauen wurde. Dort haben wir über die 2 Tage mit Sicherheit einen 5 Litereimer alleine verputzt. Ärgerlich waren die Anhänger eines gewissen Motroradclubs, die dort wohl für die Sicherheit sorgen sollten und unbedingt mit Ihren Kutten rumlaufen mussten. Davon halte ich mal gar nichts. Boris meinte am zweiten Tag über einen dieser Vertreter, wir sollen im doch die Kutte vom Leib reißen und drauf pissen, das mache man ja so zur Einweihung. Ich habe mich dann doch dagegen entschieden. So war diese Volksgruppe doch noch für ein paar Lacher gut.

Bruce Buffer als „Ringsprecher“ war noch mal ein Pluspunkt für die gute Atmosphäre. Außerdem hatte eine sehr große Werdum-Fangruppe mit einer Musikcombo (ein paar Trommeln) erheblich zur guten Stimmung beigetragen.

Es war schon beeindruckend diese ganzen Grapplinggrößen und zum Teil auch MMA-Größen auf einem Haufen zu sehen, Ronaldo „Jacare“ Souza, Dean Lister, Marcelo Garcia, 2 Gracies, die Ribeiro-Brüder, Ricardo Arona, Andre Galvao, Christina Cyborg um nur mal ein paar der Namen zu nennen. Nachhaltig beeindruckt hat Marcelo Garcia, auch wenn er nur 2. In seiner Gewichtsklasse (unter 77 Kg) geworden ist und im Absolut nur einen Kampf gewinnen konnte, aber gegen deutlich schwerere Gegner. Er hätte auf jeden Fall den Techniker-Award verdient, wenn es Ihn denn geben würde.

 

Auch sehr gute und überzeugende Kämpfe lieferten Fabricio Werdum und Braulio Estima, sie waren Alle wert gesehen zu werden.

Überrascht hat  das schlechte abschneiden von Dean Lister, Kron und Gregor Gracie, die jeweils schon sehr früh ausgeschieden sind. Kleiner Tip an Dean, evtl. ein bissl mehr Grappeln und n bissl weniger pumpen, der kann ja fast Monson Konkurrenz machen… Na ja, das ADCC Regelwerk ist auch recht unvorteilhaft für Guard-Gamer, der er ja nun mal ist.

Enttäuschend war der Superfight Drysdale gegen Souza, der nach Punkten entschieden wurde, was ich bei einem Superfight überhaupt nicht verstehen konnte.

17 Uhr fertig und ab an den Strand und ins Meer, ja es war noch richtig warm. Abends dann ab auf die „Rambla“ und in einem schönen Restaurant noch ne Fischplatte verputzt.

Am nächsten Morgen waren wir dann schlauer und sind pünktlicher erschienen. Wir hatten die Hoffnung auch heute so zügig fertig zu sein, um den Strand noch was genießen zu können, aber Pustekuchen, Viertelfinale bei den Männern, Finale bei den Frauen und Männern und die Absolute Class dauerten dann doch noch bis 21 Uhr, es wurde auch nur noch auf 2 Mattenflächen gekämpft, damit die Zuschauer die Kämpfe besser verfolgen konnten.

Fazit: Jederzeit wieder. Die Halle ist in meinen Augen wie geschaffen für solch einen Event. Man konnte von überall gut sehen. Natürlich vorteilhaft war auch, dass die Halle vielleicht nur 20-30% der Zuschauer hatte, die  eigentlich reingegangen wären. Wir haben mitten zwischen den pausierenden Kämpfern und Ihren Betreuern/Trainern gesessen und haben gemeinsam mit Ihnen die Kämpfe verfolgt, die zum Teil Hochspannend waren. Das nächste mal kein Auto, sondern Öffentliche und Taxi, wären wir auch mit zurechtgekommen und hätte genauso viel gekostet. Und vielleicht sollte man auf kriminelle Vereinigungen als Bewacher verzichten…

 

Gruß

Tom

vom G2a-Gym und Sportschule Köln

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